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„Jetzt oder nie!“ – Kann man Willensstärke erlernen?

Wir alle kennen Situationen wie diese nur allzu gut: Der gute Vorsatz am Silvesterabend wird spätestens im März gebrochen. Der gewünschte Jobwechsel immer wieder vor sich hergeschoben. Eine konfliktreiche zwischenmenschliche Beziehung zu beenden, erwächst zum unlösbaren Unterfangen. Nur wie stärkt man seinen Willen, um komplizierte Situationen wie diese zu meistern und das eigene Leben nachhaltig zu verändern? Kann man Willensstärke sogar trainieren?


Quelle: unsplash.com


Sich aus der eigenen Komfortzone herausbewegen, ist kein leichtes Projekt. Denn Gewohnheit ist ein sicherer Hafen, den wir überblicken können, aber auch der größte Feind von Veränderungen. Dazu kommen fehlendes Durchhaltevermögen, Selbstzweifel oder der Wunsch nach Harmonie, um nur einige Gründe zu nennen, die Schuld daran sind, dass wir etwa unsere Vorsätze nicht in die Tat umsetzen. Langfristig kann uns solch eine Stagnation aber auch belasten und uns dauerhaft unzufrieden werden lassen.

Fehlende Willensstärke = Charakterschwäche?
Müssen wir uns nun Vorwürfe machen, wenn wir es wieder einmal nicht geschafft haben, unsere Vorhaben wie geplant umzusetzen? Die uns eigentlich äußerst wichtige Aussprache oder gar lebensverändernde Entscheidung zu verwirklichen? Verfügen wir etwa über einen schwachen Charakter? In der Persönlichkeitspsychologie wird von fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit eines Menschen ausgegangen, den sogenannten Big Five: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion (Neigung zu Geselligkeit und Optimismus oder auch Begeisterungsfähigkeit), Verträglichkeit (Tendenz zum Altruismus und Kooperation) und Neurotizismus (Hang zu emotionaler Labilität, Ängstlichkeit oder Traurigkeit). Diese Faktoren unterscheiden sich in ihrer Ausprägung von Mensch zu Mensch, sind aber bei jedem von uns vorhanden. Ob man beispielsweise ein schüchterner, empathischer oder leidenschaftlicher Mensch ist, wird durch die jeweilige Intensität der einzelnen Faktoren bestimmt. So weit so gut, aber was sagt uns das über die Formbarkeit unseres eigenen Willens? Ein schüchterner Mensch wird seine Schwierigkeiten damit haben, das direkte Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen. Ein Mensch mit starken empathischen Fähigkeiten kann an seinen mitfühlenden Gedanken aber auch leiden, weil er sich mehr auf andere als auf sich fokussiert. Doch aus diesen gewohnten Verhaltensweisen gibt es Auswege.

„Ausrasten“ als Stimme des Inneren
Schauen wir uns doch einmal an, was unter der Oberfläche unseres Bewusstseins für Chancen auf Veränderungen unseres Verhaltens schlummern. Viele von uns kennen sicher sogenannte Übersprunghandlungen. Wenn das sprichwörtliche „Fass überläuft“, weil eine spezielle Situation einen normalerweise äußerst zurückhaltenden Menschen zum „Ausrasten“ bringt. Was häufig für den Betreffenden unangenehm ist, weil er seine Selbstbeherrschung verloren hat, ist Indiz für versteckte und unbewusste Bestandteile einer Persönlichkeit, die trainiert werden können. Natürlich bringt solch ein Ausbruch keine nachhaltige Veränderung, aber wir können auf diesem Ausfall aufbauen. Durch eine gezielte Analyse können wir unbewusste Persönlichkeitsanteile herausstellen und stärken, um sie durch gezieltes Training  in passenden Situationen einzusetzen. Eine konfliktscheue und zaghafte Person kann beispielsweise lernen, ihre „kraftvolle“ Seite im richtigen Moment kontrolliert zum Vorschein zu bringen. Insbesondere mein Seminar „Selbstcoaching – optimal führen durch reflektierte Selbststeuerung“ ist geeignet, um uns tiefer mit unseren versteckten Persönlichkeitsanteilen auseinander zu setzen.

Reine Anstrengung ist nicht immer der Weg zum Erfolg
Eine weitere Variante zur Willensstärkung besteht darin, dass wir uns strukturiert auf alle notwendigen Aspekte besinnen, die wir für eine erfolgreiche Veränderung benötigen. Konkret bedeutet das, einen detaillierten persönlichen Plan zum Erreichen unserer Ziele und Wünsche zu besitzen. Wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, können Menschen mit beruflichen und privaten Erfolgsgeschichten auf ganz bestimmte (Persönlichkeits-) Komponenten zurückgreifen: Eine gute Aufmerksamkeitssteuerung als Fähigkeit, sich auf ein konkretes Ziel zu konzentrieren, ohne sich ablenken zu lassen. Ein gestärktes Emotions- und Stimmungsmanagement, um sich durch Negativerlebnisse nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Das gesunde Selbstvertrauen, um sich seiner Identität, inklusive der Fehler und Stärken, bewusst zu sein. Eine vorausschauende Planung, da jedes Ziel eine gute Vorbereitung und genaue Überlegung benötigt. Aber womöglich zur wichtigsten Komponente zählt die Selbstdisziplin. Nicht wenige Menschen begehen bei letzterer häufig einen gravierenden Fehler, der ein regelmäßiges Scheitern zur Folge hat. Erfolgreiche, „gesunde“ Selbstdisziplin speist sich nicht aus dem willensmäßigen Zwang, ein Ziel erreichen zu müssen, sondern aus der Sinnhaftigkeit des Ziels. Natürlich definiert jeder von uns die Sinnhaftigkeit eines Ziels unterschiedlich: Ob beispielsweise eine hochbezahlte Anstellung oder ein erfüllender Berufsinhalt sinnstiftend im Leben sind, entscheidet jeder Mensch individuell. Dann gewinnt auch unsere Planung eine andere Gewichtung, Motivation und Ausdauer steigen, um das gesteckte Ziel tatsächlich auch erfolgreich zu erreichen. Beispielsweise in meinem Seminar „Erfolg im Beruf: Steigerung von Selbstmanagement und Kooperationsfähigkeit“ zeige ich hilfreiche Strategien auf, um an der eigenen Zielsetzung und -umsetzung zu arbeiten.

Den eigenen Willen zu trainieren, indem bestimmte Persönlichkeitsanteile gestärkt werden, ist nicht immer einfach, aber mit den richtigen Strategien möglich. Ebenfalls ist es eine spannende Möglichkeit, um mehr über uns selbst und die eigene Persönlichkeit zu erfahren. Für erfolgreiche und langfristige Veränderungen bleibt aber nichtsdestotrotz ein sinnstiftendes Ziel der wichtigste Indikator. Also, worauf warten wir noch?

Quellen:
https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/big-five-persoenlichkeitsfaktoren/2360

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