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BURNOUT – Wenn die Arbeit plötzlich krank macht

Laut Ärzteblatt 2018 fühlt sich jeder zweite deutsche Arbeitnehmer von einem Burnout bedroht oder hat bereits erste Anzeichen an sich erkannt. Ein bedenklicher Fakt mit steigender Tendenz. Wie kann es sein, dass so viele Menschen durch ihre Arbeit in eine Schieflage geraten, die ihre Gesundheit schädigt und letztlich auch das Privatleben dauerhaft beeinträchtigt?
 
Burn-Out
Quelle: unsplash.com
 

Die Arbeitsmodelle in der heutigen Berufswelt haben sich stark verändert und der Konkurrenz- und Leistungsdruck sind immens gestiegen. Die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen zunehmend und machen es schwer, Phasen der Erholung fest im Leben zu integrieren, welche jedoch nötig sind, um in Balance und dauerhaft leistungsfähig zu bleiben. Selbst die WHO (World Health Organization) gab im Mai diesen Jahres bekannt, dass ein Burnout nun per festgelegter Definition als gesundheitsschädigender Faktor eingestuft wird. Zusätzlich soll der Begriff Burnout nunmehr ausschließlich im Zusammenhang mit beruflichen Situationen verwendet werden und nicht wie bisher als „Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. Bis dato wurde dieser nicht eindeutig von einer Depression abgegrenzt und gilt nun explizit als Zustand, der durch belastende Arbeitsumstände verursacht wird und dessen Symptome im direkten Zusammenhang mit „chronischem Stress am Arbeitsplatz“ stehen, „der nicht erfolgreich verarbeitet wird“. 

Was nun als „Arbeitserkrankung“ definiert ist, braucht jedoch auch Mittel und Wege, um eine bessere Prävention zu leisten. Fragen Sie sich doch selbst einmal ehrlich, wie oft Sie schon durch einen verstärkten Einsatz bei der Arbeit, Ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigt und die dadurch aufgetretenen Probleme, z.B. Schlaflosigkeit oder sozialen Rückzug, verdrängt haben? Oder diesen Zustand als Normalität betrachten wollten, der eben zum (Berufs-) Alltag gehört? Haben Sie in dieser Zeit aktiv etwas für Ihre Entspannung getan oder durchgehalten bis der Stress vorbei war?

 
Mit sich in den Dialog gehen

Ein Burnout ist kein Zustand, der von heute auf morgen eintritt, sondern ein schleichender Prozess, dessen Symptome mal mehr, mal weniger spürbar sind. Jeder kennt wohl Phasen der Überlastung, in denen der Beruf fast alle Reserven in Anspruch nimmt. Es ist gerade in diesen intensiven Stressphasen wichtig, aktiv zu werden, um die eigene Gesundheit langfristig zu schützen. Denn steht die Diagnose Burnout erst einmal im Raum, sind viel Zeit und Kraft nötig, um den Normalzustand wiederherzustellen. Soweit muss es jedoch nicht kommen. Schon vor dem Burnout zeigt der Körper eindeutige Symptome, die beachtet werden sollten, um bereits im Vorfeld gegenzusteuern oder schlimmstenfalls noch rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. So sollte sich generell jeder Mensch im Klaren darüber sein, wie wichtig eine gesunde Lebensweise ist und wie viel man tun kann, um fit, belastbar und ausgeglichen zu bleiben. Das Rezept hierfür ist eine gute Selbstbeobachtung: Stellen Sie sich daher die folgenden Fragen einmal ganz in Ruhe, aber vor allen Dingen wirklich ehrlich und notieren Sie sich die Antworten auf ein Stück Papier, damit Sie einen Überblick über Ihre Grundlagen der Gesundheit haben.

 
  1. Wie viel Zeit investieren Sie in Ihre Mahlzeiten? Ist Ihre Ernährung wirklich ausgewogen? 
 
  1. Wie viele Stunden pro Tag verbringen Sie sitzend und wie viel Bewegung enthält Ihre Alltagsroutine? 
 
  1. Können Sie nach der Arbeit abschalten und eine Grenze ziehen zwischen Beruf und Privatleben? 
 
  1. Gehen Sie nach dem Feierabend einem Hobby nach oder treffen Sie sich zur Entspannung mit Freunden? 
 
  1. Bekommen Sie regelmäßig genügend Schlaf und gönnen Sie sich am Wochenende Auszeiten? 
 
  1. Gibt es nur einen langen Jahresurlaub oder auch den einen oder anderen Kurztrip am Wochenende?
 
  1. Sind nicht nur Ihre Pflichten und Aufgaben strukturiert, sondern auch Ihre private Freizeit nach der Maßgabe: Freude, Spaß und Selbstverwirklichung
 

Wenn Sie gründlich überlegt und geantwortet haben, dürften Sie nun einen guten Überblick haben. Was sagen Ihnen die Antworten? Sind Sie der Meinung, dass Sie gesund und ausgeglichen leben und somit aktiv Prävention für mögliche Überlastungen und Burnout-Szenarien ausüben?

In den meisten Fällen stellen hier viele Menschen fest, dass ihr Leben alles andere als gesund und ausgeglichen verläuft. Aber nicht nur das, sondern dass es ihnen bis dato auch nicht wirklich bewusst war, wie wenig sie für sich selbst und ihre Gesundheit bislang getan haben. Nun klingt die Frage, weshalb so viele Menschen durch die berufliche Belastung in eine Schieflage geraten, schon ein wenig anders. Denn die Antwort ist, dass nicht nur Leistung und Engagement im Beruf wichtig sind, um erfolgreich zu sein und dauerhaft zu bleiben, sondern dazu ebenfalls körperliche, psychische und mentale Gesundheit notwendig ist. Viele Menschen vergessen in ihrem Alltag, dass ein regelmäßiger Ausgleich zu Stress und Belastungen gesund hält und dass dieser Ausgleich ebenso im Fokus stehen sollte wie die mit Ehrgeiz geleistete Pflichterfüllung bei der Arbeit.

 
Stressbewältigung und wie sie richtig funktioniert

Sicherlich bedeutet eine ausgeglichene und gesunde Lebensweise ein gewisses Maß an Übung und Willen, aber Tatsache ist, dass schon nach kurzer Zeit die ersten positiven Ergebnisse deutlich spürbar sind. Sei es erholsamer Schlaf, eine bessere Laune morgens nach dem Aufstehen oder weniger Symptome der Erschöpfung während der Arbeit. So gelten beispielsweise 3 x 30min zügiges Laufen pro Woche erwiesenermaßen als stressreduzierend. Oder auch der Einbau von „Minipausen“ während der Arbeit wie z.B. tiefes, mehrmaliges Durchatmen und kurze Ausgleichsübungen. Doch um Erholung dauerhaft zu integrieren, ist die Aufstellung eines Veränderungsplans in kleinen Schritten notwendig. Doch wie funktioniert das genau? Und wie kann auf lange Sicht mit solch kleinen Veränderungen ein Burnout verhindert werden?

Durch meine langjährige Tätigkeit als Trainerin und Coach für Stressprävention habe ich ein 12 Stufen-Bild zum Burnout ausgearbeitet, welches ein Resultat aus jahrelanger Seminararbeit und dem Dialog mit meinen Seminarteilnehmern ist. Durch diese als Skala fungierende Phaseneinteilung wurde es möglich, die verschiedenen Etappen bis zum Endpunkt „totale Erschöpfung“ visuell greifbar zu machen und gezielte Präventionsarbeit zu betreiben. So können sich Seminarteilnehmer selbst einstufen und erkennen, ob sie sich in einem kritischen Zustand befinden und aktiv werden müssen. 

Für alle Interessierten empfehle ich dazu mein neues Seminar Die 12 Stufen vom Burn-out: Ein Stressbewältigungsseminar. Dort werde ich mit den Teilnehmern in gemeinsamer Arbeit und mit hilfreichen Übungen folgenden Schwerpunkten intensiv nachgehen:

  • Wie und woran die ersten Anzeichen für Burn- out erkannt werden.
  • Wie rechtzeitig Ressourcen entwickelt werden, um einem weiteren Fortschreiten der Stress-Symptome mit allen abträglichen Auswirkungen entgegenzutreten.
  • Wie und mit welchen Mitteln die Notbremse gezogen werden kann, wenn bereits ein fortgeschrittenes Stadium der Stressspirale erreicht ist.
 

Worauf also lange warten? Tun Sie etwas für sich und Ihren Stressausgleich – Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

     

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