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Denkanstoß – Lässt sich das Weihnachtsfest nachhaltig leben?

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Weihnachten und die Feiertage sind für viele die schönste Zeit des Jahres – gutes Essen, Zeit mit der Familie und die Möglichkeit, das Ende des Jahres willkommen zu heißen. Doch leider ist das Fest auch eine unfassbare „Konsumorgie“, in der über Nachhaltigkeit viel zu wenig nachgedacht wird. Doch es gibt viele Dinge, die Sie anders machen können, bei denen der Glanz von Weihnachten nicht verloren gehen muss. Mit diesen 10 Tipps können Sie die Feiertage auf eine ganz neue Art begehen:
Wie wir Weihnachten ein Stück nachhaltiger gestalten können.
Das Fest der Nächstenliebe
Der Dezember ist der Monat des Überflusses – reichhaltiges Essen und vorweihnachtliche Stimmung in der Familie und mit den Kollegen. Leider haben nicht alle das Glück, die Tage vor dem Fest und auch Weihnachten so glücklich verbringen zu können. Doch es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um auch den Menschen, die sehr wenig haben, etwas Gutes zu tun und sich damit auf den eigentlichen Hintergrund von Weihnachten zu besinnen: Allein können Sie natürlich bereits eine Menge bewirken, aber haben Sie schon darüber nachgedacht ein Projekt zusammen mit Ihren Kollegen (auch nach den Feiertagen) anzustoßen oder in Ihrem Unternehmen einen Social Day zu initialisieren? Gemeinsam und gebündelt, kann noch mehr Menschen geholfen und ein größeres Projekt gestemmt werden. Anstöße sind zum Beispiel:
  • Die RestCent-Aktion, bei der jeder Mitarbeiter, den Cent-Betrag hinter dem Komma einer seiner Lohnabrechnung spendet
  • oder alle Mitarbeiter beim weltweiten Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ mitmachen.
Wer Geld spenden möchte, egal ob für eine lokalen Zweck oder ein internationales Projekt, aber nicht weiß, wo seine Spende gut angelegt ist und ob der Spendennehmer seriös ist, kann sich über das Deutsches Zentralinstitut für Soziale Fragen die notwendigen Informationen beschaffen.
Spenden statt Schenken
Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, denen es Freude macht, Unmengen von Geschenken an Ihre Familie, Freunde und Kollegen zu verteilen, aber wahrscheinlich geht es Ihnen so wie vielen anderen: Der Stress, der jedes Jahr in der Adventszeit losbricht, um ein mehr oder weniger passendes Geschenk zu finden, zerrt an den Nerven und lässt wenig besinnliche Stimmung aufkommen. Warum es dann nicht anders machen und vielleicht ein wenig mit der unnötigen (Konsum-)Tradition brechen? Der beste Weg mit einem gemeinnützigen Hintergrund ist natürlich eine Spende (Im Netz finden Sie unter „Spenden statt Schenken“ unzählige Projekte). Anstatt hunderte von Euro für Geschenke auszugeben, die im schlimmsten Fall noch nicht einmal gefallen, können Sie in Ihrer Familie einen festen Betrag spenden und dafür weniger Päckchen oder jeweils nur eine Kleinigkeit verschenken. Gerade Kindern kann man so Nachhaltigkeit und Konsumverzicht erklären, auch wenn es anfangs schwer fallen kann.
Bild: freestocks.org / Unsplash
Tipp: Wenn Sie wirklich nicht von der Tradition der Präsente Abstand nehmen können, achten Sie darauf lokale Händler zu unterstützen, ökologische und regionale Produkte zu kaufen und nicht beim Onlineshop-Giganten Amazon (Hinsichtlich Verpackung und nicht fairen Arbeitsbedingungen!) zu bestellen. Oder aber faire Onlineshop-Alternativen auszuprobieren: Ja, die gibt es! Weitere Charity-Geschenk-Alternativen entgegen der „Konsumschlacht“:
  • Schulengel hat mehr als 1700 Partnershops und unterstützt 12.000 Einrichtungen – 70% der Provision wird gespendet.
  • clicks4charity unterstützt 381 Einrichtungen und hat 115 Partnershops bei denen Sie einkaufen können.
  • gooding spendet an mehr als 1000 Vereine und wird von knapp 2000 Shops finanziert – bis zu 100% der Provisionen werden weitergegeben.
  • Bei helfen-kostet-nix wählen Sie zuerst ein Projekt, dass Sie unterstützen wollen und dann können Sie wie gewohnt shoppen.
  • Bildungsspender unterstützt mehr als 11.000 soziale Einrichtungen und hat mit mehr als 6.000 Shops eine Partnerschaft.
Mit gutem Gewissen schlemmen
Ein Weihnachtsbraten mit Familie und Freunden gehört ohne Frage zu den Festtagen. Aber Nachhaltigkeit sollte insbesondere hier eine große Rolle spielen. Gerade in Zeiten der verantwortungslosen Massentierhaltung mit unwürdigen Bedingungen für viele Lebewesen, ist der Beitrag eines jeden notwendig:
  • Sicher ist die Gans aus dem Supermarkt deutlich günstiger als die Bio-Gans vom Bauern oder aus tierfreundlicher Wirtschaft, aber sie ersparen den Tieren damit großes Leid, wenn sie sich von billiger Viehzucht distanzieren und das Discounter-Fleisch in der Kühltruhe lassen!
  • Gleiches gilt für Fisch und Meeresfrüchte: Die Supermärkte und Discounter locken insbesondere zu den Feiertagen mit günstigen Angeboten für (Meeres-)Fisch, Hummer oder Garnelen, aber haben Sie sich die Frage gestellt wie dieser niedrige Preis zustande kommt? Fisch- und Meerestier-Bestände werden entweder massiv überfischt oder in Aqua-Kulturen herangezogen – Krankheiten und Antibiotika inklusive! Deshalb gilt auch hier mit Bedacht kaufen und auf Gütesiegel für nachhaltige Fischerei achten!
  • Oder vielleicht schaffen Sie auch hier gänzlich eine neue Tradition und verzichten auf Fleisch – Es geht auch ohne Ente, Gans, Karpfen & Co.
  • Nachhaltiges Einkaufen für die Festtage darf sich im Übrigen auch auf alle Lebensmittel beziehen: Von Milchprodukten aus Massentierhaltung bis hin zu Früchten mit langem Exportweg – Abstand nehmen und überlegt kaufen!
Nicht nur das Fest der Familie
Nicht jeder hat eine Familie, mit der er feiern kann. Gerade an den Feiertagen sind viele Menschen, ob jung oder alt, auf sich allein gestellt und müssen die Festtage allein verbringen:
  • Brechen Sie mit dem alljährlichen Ritual, nur im Kreise der Familie zu feiern und laden Sie Freunde zu sich ein, die womöglich allein feiern müssen. Oder schauen Sie, ob allleinstehende, ältere Nachbarn, die keine Verwandten haben, vielleicht gern mit Ihnen feiern würden. Es ist eine Möglichkeit mehr auf die Menschen in der eigenen Umgebung Acht zu geben und Mitmenschlichkeit walten zu lassen.
  • Oder sie engagieren sich über die Feiertage, indem Sie ein Senioren- oder Kinderheim (auch gemeinsam mit Ihrer Familie) besuchen und beispielsweise ehrenamtlich vorlesen (Netzwerk Vorlesenoder Stiftung Lesen). Gerade in diesen Tagen ist jeder dankbar nicht vergessen worden zu sein!
Denn Weihnachten ist eigentlich als christliches Fest, eine Zeit der Besinnlichkeit und Nächstenliebe, nicht des Konsums und des Abschottens im Kreise der eigenen Familie.
Nachhaltig Schmücken
So schön die weihnachtliche Dekoration auch sein mag – schauen Sie sich Ihren Weihnachtsschmuck einmal genauer an: Wie viel Plastik und Chemie stecken in den günstig erstandenen Christbaumkugeln oder der neuen Fensterdekoration? Jedes Jahr lockt der Einzelhandel mit neuen Dingen, die eine weihnachtlich eingerichtete Wohnung unbedingt noch benötigt. Haben Sie nicht schon genug Dekoration, die im Keller verstaubt oder gar nicht genug Platz in Wohnung oder Haus hat?
Bild: Alisa Anton / Unsplash
  • Wenn Sie unbedingt neu kaufen wollen, dann wählen Sie lieber zeitloses und langlebiges Kunsthandwerk oder Manufaktur-Produkte.
  • Oder Sie ergänzen Ihre Dekoration mit Schmuck aus natürlichen Materialien oder Süßigkeiten. Sie können Naturmaterialien bei einem Spaziergang sammeln, aus Orangen und Nelken herrliche duftenden Schmuck herstellen oder Kekse zur Baum-Deko aus Salzteig backen.
  • Es gibt unzählige Blogs und Webseiten, die sich mit diesen Themen beschäftigen – holen Sie sich Anregungen und seien Sie kreativ!
„O Tannenbaum, O Tannenbaum!“
Der Christbaum ist kaum aus dem Festtagsbild wegzudenken, doch leider auch eine große Sünde hinsichtlich Nachhaltigkeit und ökologischem Denken. Millionen von Nadelhölzern werden jedes Jahr nur für einige Tage oder Wochen des weihnachtlichen Ambientes gefällt und landen später auf dem Müll. Aber nicht nur der unnötige Müll ist kaum vertretbar, sondern auch die Methoden im Anbau – Monokulturen und Pestizide schaden der Umwelt immens. Es gibt jedoch auch Alternativen:
  • Für Menschen, die einen eigenen Garten haben, lohnt sich der Gedanke, einen Baum im Topf zu kaufen und ihn danach auszupflanzen. Wichtig: Informieren Sie sich über Pflege und Zeitpunkt zum richtigen Auspflanzen, ansonsten wird Ihnen der Baum später eingehen!
  • Eine weitere Alternative, die definitiv nicht nur ökologisch im Trend ist: Ein dekorativer Weihnachtsbaum, der aus Holz oder anderen nachhaltigen Materialien nachempfunden wurde und trotzdem wunderschön geschmückt werden kann.
  • Wenn Sie auf einen im Wald geschlagenen Nadelbaum trotzdem nicht verzichten wollen, dann kaufen Sie kein günstiges Exemplar in Baumarkt & Co., sondern wählen Sie eine nachhaltige Variante des Christbaums und kaufen Sie heimische Nadelhölzer wie Fichten oder Kiefern. Bei einem örtlichen Förster können Sie sogar Bäume beziehen, die ohnehin bei der Waldpflege gefällt werden.
Innen Hui, außen Pfui!
Schenken und beschenkt werden, ist wunderbar – keine Frage! Aber auch hier sollte der nachhaltige Gedanke eine große Rolle spielen. Allgemein verkäufliches Geschenkpapier und -band bestehen in den meisten Fällen aus mit Plastik beschichteten Materialien oder anderen Kunststoffen. Achten Sie beim Kauf darauf oder nutzen Sie ökologische Alternativen: Zum Beispiel Packpapier, Zwirn oder Wolle zum Schnüren, Stoffreste, wiederverwendbare Kartons sowie Zeitungspapier, welches man noch kreativ gestaltet hat, sind die bessere Wahl und geben Ihren Geschenken einen individuellen Touch.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …
In der Weihnachtszeit ist ein Lichtermeer einfach schön anzusehen und es verleiht jeder noch so tristen Umgebung eine festliche Stimmung. Aber müssen wirklich alle Lichterketten und Deko-Beleuchtungen sein? Auch hier gilt, weniger ist mehr!
  • Überlegen Sie, ob es wirklich nötig ist, dass die Outdoor-Lichterkette den ganzen Tag, also auch die ganze Nacht angeschaltet ist. Denn Strom ist nicht nur teuer, sondern muss erzeugt werden und dafür werden bis heute immer noch zu viele fossile Brennstoffe genutzt!
  • Verwenden Sie unbedingt LED-Leuchtmittel! Hier ist ein Neukauf definitiv eine Investition, weil stromsparender als die zwanzig Jahre alte Lichterkette mit Glühbirnen.
  • Alternativ können Sie auch Lichterketten mit Batterieversorgung nutzen, aber denken Sie auch daran, dass eine Batterie später giftiger Müll ist, sobald sie entladen ist.
Ob am Strom oder per Batteriebetrieb – denken Sie nachhaltig bei der Benutzung von Lichterketten & Co.!
New Years Eve & Happy New Year
Nach den Feiertagen folgt erst das richtige Fest: Silvester und die schöne Nacht! – Das vergangene Jahr Revue passieren lassen, um vielleicht im neuen Jahr andere Wege zu gehen. Doch damit verbunden auch eine weitere Sünde in puncto Nachhaltigkeit. Jedes Jahr geben allein die Deutschen ca. 130 Mio. EUR für Feuerwerk und Böller aus. Natürlich soll jeder einen gebührenden und fulminanten Jahresabschluss haben, aber muss es wirklich mit Knallerei sein? Nicht nur, dass jedes Jahr ein riesiger Berg aus (Plastik-)Müll entsteht, sondern das Spektakel auch zu vergänglich und kurzweilig ist, um dafür so viel Geld auszugeben. Überlegen Sie sich, ob Sie nicht vielleicht lieber das Budget für Feuerwerkskörper oder einen Teil davon spenden möchten, um damit etwas Gutes zu tun. Die Initiative Brot statt Böller ist eine denkbare Alternative.
Bild: Kelley Bozarth / Unsplash
Vielleicht haben diese Anreize und Ideen gezeigt, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, um das Weihnachtsfest und die Feiertage nachhaltiger zu gestalten und mit der Familie neue Traditionen zu begehen, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Viel Freude beim Ausprobieren, Basteln und Gutes tun!
Titelbild: Caleb Woods / Unsplash