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Resilienztraining – Mit Übung zu mentaler Widerstandskraft und innerer Stärke

Es gibt sie – Menschen,  an denen scheinbar jede Belastung oder Stresssituation abzuprallen scheint. Egal wie viel Arbeitsdruck im Büro herrscht oder Ärger im Privatleben droht, sie behalten den kühlen Kopf und lösen alle Anforderungen mit Ruhe und Bravour. Belastende Situationen scheinen sie irgendwie weniger mitzunehmen. Doch was ist das Geheimnis dieser „Stehaufmännchen“?
Resilienz lernen
Mit dem richtigen Know-how zu mehr mentaler Widerstandskraft.
Resilienz ist das Zauberwort – auch bekannt als innere Stärke oder mentale Widerstandskraft. Bereits im letzten Beitrag ging es um diese aktuelle Thematik, die in der Arbeitswelt eine zunehmend wichtige Rolle zu spielen scheint. Dabei beschreibt die Resilienz, die generelle Fähigkeit Krisen und besondere Belastungen zu bewältigen, ohne langfristig negative Folgen für die eigene Psyche zu befürchten. Dabei ist noch nicht einmal ein schlimmes Erlebnis, wie z.B. der Tod eines nahen Angehörigen, gemeint, sondern der Druck, der im normalen Leben auf uns einwirkt – eben die Kombination aus privaten und beruflichen Belastungen. Doch Resilienz bedeutet noch viel mehr als nur die Widerstandskraft zu besitzen, gegen belastende Einflüsse aus unserem alltäglichen Leben gefeit zu sein. Fast noch wichtiger ist die Tatsache, dass wir durch jede schwierige oder belastende Situation wachsen und an innerer Stärke dazugewinnen, wenn wir es geschafft haben diese Hürde zu überwinden. Je mehr Unwegbarkeiten wir also in unserem Leben meistern, desto gewappneter sind wir für kommende Probleme und insbesondere desto gelassener gehen wir mit zukünftigen Schwierigkeiten um.
Krise = Gefahr + CHANCE !
Heute weiß die Psychologie, dass der Grundstein für Resilienz in der frühen Kindheit gelegt wird. Wenn Kinder in einem Umfeld aufwachsen, das geprägt ist von stabilen Beziehungen, sprich Bezugspersonen, die Halt vermitteln, entwickelt sich eine gesunde Widerstandskraft. Durch genügend Halt und Unterstützung in der Kindheit entsteht ein natürliches Selbstbewusstsein, um mit sich und der Welt in den Diskurs gehen zu können, also Dinge zu wagen und sich auszuprobieren. Man kann auch von einem sogenannten „Urvertrauen“ in sich selbst sprechen, das auf in einem solchen Klima von liebevoller Akzeptanz gewachsen ist. Selbst Scheitern ist kein Problem, weil das Bewusstsein vorhanden ist, dass auch schlechte Erfahrungen kein Ende, sondern einfach nur einen anderen Weg bedeuten. Sprich jede Krise enthält neben Gefahren auch immer eine neue Chance. Wichtig ist die eigene positive Perspektive. Wenn ein Mensch hingegen wenig resilient ist, wird er sich in stressvollen Lebenslagen vermehrt in ein bestehendes Problem „verbeißen“ und in seinen negativen Gefühlen verlieren. Was dazu führt, dass tendenziell seltener eine konstruktive Lösung gefunden wird und vielmehr Erschöpfung durch das stetige „Zerdenken“ eintritt.
Die Faktoren der inneren Stärke
Die Resilienz eines Menschen wird durch bestimmte personelle Faktoren gekennzeichnet. Also charakterliche und persönliche Eigenschaften, über die wir verfügen, um in schwierigen Situationen ein klaren Kopf zu bewahren und mit Stress gelassen umgehen zu können. Sind diese personellen Faktoren besonders gut ausgeprägt, kann in gutem oder sehr gutem Maß mit herausfordernden Lebenssituationen oder Belastungen umgegangen werden.
  1. Selbst- und Fremdwahrnehmung

Besitze ich eine realistische Wahrnehmung meiner eigenen Person? Also ein Bewusstsein für meine Stärken und Schwächen? Gilt das Gleiche auch für die Wahrnehmung meiner Mitmenschen?

  1. Selbststeuerungsfähigkeit

Bin ich fähig in schwierigen Situationen, bei Stress oder Problemen die Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen? Oder gar wütend oder aufbrausend zu reagieren?

  1. Soziale Kompetenz

Besitze ich Interesse und Empathie für meine Mitmenschen? Gehe ich auf meine sie ein und versuche mich in ihre Lage zu versetzen?

  1. Problemlösungskompetenz

Gehe ich reaktiv auf Probleme ein? Ich bemerke ein Problem, werde mir über die Gesamtheit des Problems bewusst und überlege, welche Möglichkeiten es gibt, um das Problem zu lösen.

  1. Positive Selbstwirksamkeitserwartung

Verfüge ich über das Bewusstsein, dass ich mit meinen Fähigkeiten, Dinge bewegen und verändern kann? Also bin ich mir darüber bewusst, dass ich durch mein Tun und Handeln Einfluss auf mich und die Welt nehme?

  1. Bewältigungsfähigkeit

Was kann ich und wie gut kann ich diese Dinge? Bin ich mir auch darüber bewusst, was ich nicht kann und wobei ich gelegentlich Hilfe von anderen benötige?

Um mehr über die eigenen personellen Resilienzfaktoren zu erfahren, ist es hilfreich auf einem Blatt Papier alle sechs Aspekte zu notieren und zu jedem Punkt die eigene Sicht zu sich selbst zu notieren. Im zweitem Schritt sollten die eigenen Ergebnisse mit einer engen Bezugsperson ausgewertet werden: Schätze ich mich selbst richtig ein?
Resilienztraining – geht das?
Es ist durchaus möglich, die eigene Resilienz zu trainieren. Wobei es jedoch viele verschiedene Methoden gibt und das Wort Training eigentlich nicht ganz treffend ist. Es geht in keinem Fall um ein straffes Workout, sondern um einen besonnenen Umgang mit sich selbst und seiner Umwelt. Sozusagen ein Training, ein Bewusstwerden der Wahrnehmung und Handlungsmuster, um gezielter und besser auf Situationen reagieren können. Anhand einer Methode können die nachfolgenden fünf Aspekte als Leitlinie für ein solches „Training“ fungieren, da es sich um die wichtigsten Parameter im Umgang mit seinen Mitmenschen handelt. Je mehr man fähig ist diese Aspekte in sein tägliches Handeln und Tun einfließen zu lassen, desto mehr wird man bemerken, wie viel leichter der Umgang mit schwierigen oder belastenden Situationen fallen kann.
  1. Interesse – Vielleicht wirkt nicht jede Idee des Gegenübers auf Anhieb brillant, aber häufig lohnt es, genauer zuzuhören und nachzufragen.
  2. Empathie – Der Schlüsselbegriff der sozialen Kompetenz. Sich in andere hineinversetzen können, ist Gold wert.
  3. Augenhöhe – Der passende Mittelweg ist die Lösung. Das Gegenüber nicht aburteilen, aber auch nicht in den Himmel heben.
  4. Wertschätzung – Zeigt man, egal ob man jemanden nicht mag oder die Idee, Arbeit, etc. hätte noch besser sein können.
  5. Respekt – Ist eine der wichtigsten zwischenmenschlichen Aspekte und sollte immer ein hohes Gut im Miteinander sein.
Alle fünf Aspekte sollten jedoch nicht gleichzeitig erarbeitet werden. Viel gesünder und achtsamer ist es, wenn erst einmal geschaut wird, welchen der fünf Punkte man schon gut beherrscht bzw. einem charakterlich ohnehin liegen und darauf aufbauen. Innere Stärke und mentale Widerstandskraft sind also kein Mysterium, sondern ein erklärbarer und noch viel wichtiger, ein durchaus erlernbarer Fakt. Jeder Mensch kann trainieren mit schwierigen Situationen im Leben gelassener umzugehen, wenn er bereit ist, mit seinen Stärken und Schwächen zu arbeiten und ein klares Bewusstsein für sich selbst und seine Umwelt zu entwickeln.
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