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Happy Job – Wie sinnhafte Arbeit gesund halten kann

Es mag womöglich nach Luxus klingen, aber je sinnhafter unsere Arbeit ist, desto besser hält sie uns physisch und psychisch gesund. Gerade in unserer Wohlstandsgesellschaft muss eine Beschäftigung meistens nicht mehr nur dem Zweck der Existenzerhaltung dienen. Damit hat sie im Umkehrschluss aber auch mehr Kriterien zu erfüllen um langfristig glücklich zu machen.
 
Arbeit Sinn Leben Gesundheit
Sinnhafte Arbeit als Kur für die eigene Gesundheit?
Dass sinnhafte Arbeit eine gute Prävention für Burnout & Co. sein kann, belegt der Fehlzeiten-Report 2018 des Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO): In der Untersuchung der Krankenkasse wurden über 2.000 Erwerbstätige im Alter von 16 bis 65 Jahren zu ihrer Arbeit und Arbeitseinstellung befragt. Dabei wurde festgestellt, dass zwischen den jeweiligen Arbeitnehmern ein großer Unterschied bei der Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage zu verzeichnen ist. Nämlich in Abhängigkeit davon, ob ein Beschäftigter zufrieden oder unzufrieden in seiner Anstellung ist. So beanspruchen Beschäftigte, die ihre Stelle als schlecht hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Betriebsklima beschreiben, 20 Fehltage pro Jahr. Hingegen kommen Beschäftigte, die sich bei ihrer Arbeitsstelle wohlfühlen und die Arbeit als sinnhaft ansiehen, nur auf knapp 10 Krankentage. Nun könnte man meinen, die Ergebnisse hängen schlicht mit dem Rückschluss zusammen, dass Mitarbeiter, die ihrer Arbeit nicht gern nachgehen, schneller bereit sind auch im weniger akuten Krankheitsfall den Arzt aufzusuchen um der Arbeit fern zu bleiben. Das mag augenscheinlich stimmen, aber der Report brachte durch die Befragung aber noch weitere Aspekte zutage.
Sinnhafte Arbeit ist wichtiger als gedacht
Überraschenderweise gaben mehr als Dreiviertel der Befragten an, dass sie auch arbeiten würden, wenn sie plötzlich finanziell absolut unabhängig wären und keiner Beschäftigung mehr nachgehen müssten um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Demnach ist die Arbeit an sich für den Großteil der Befragten sinngebend und mehr als eine ungeliebte Pflicht. Hinzukommt, dass mehr als 90 Prozent der Befragten aussagten, dass der Wunsch nach einer sinnvollen und interessanten Tätigkeit für sie an zweiter Stelle bei der Bewertung einer Arbeit steht (Platz 1 ist ein langfristig gesicherter Arbeitsplatz). Genauer gemeint ist beim Sinnerleben, dass der soziale Kontext des Unternehmens eine Rolle spielt, also wie integriert man im Unternehmen ist, ebenso die fachliche Einbettung und letztlich der übergeordnete Sinn der Tätigkeit, also wie sehr trägt die verrichtete Arbeit zum Wohlergehen der Gesellschaft bei. Im Zuge der weiteren Befragung kam ebenfalls heraus, dass sich knapp 98 Prozent der Befragten an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen wollen. Bedeutet eine solidarische Zusammenarbeit mit Kollegen, ein gutes Betriebsklima und die Wertschätzung der eigenen Arbeit im Unternehmen. Aber wie so häufig liegen zwischen Wunsch und Wirklichkeit oft Welten. Denn nur knapp 70 Prozent empfinden wiederum in der Realität, dass ihr Arbeitgeber sie genügend wertschätzt und knapp 80 Prozent bewerten das Betriebsklima als gut und fühlen sich in der Zusammenarbeit mit den Kollegen wohl.  
Die Grundpfeiler sinnhafter Arbeit
Nach allen Zahlen und Auswertungen der AOK ist deutlich, dass es dem überwiegende Teil der Menschen wichtig ist, einer Arbeit nachgehen zu können, bei der sie sich wohlfühlen und die im engeren Sinn Freude bereitet, also für das Leben sinngebend ist. Im Umkehrschluss sind sie dann weniger krank und nützen dem Unternehmen weit mehr. Doch wie lässt sich sinnhafte Arbeit überhaupt im Allgemeinen beschreiben? Denn die Definitionen von Glück und Sinnhaftigkeit können für jeden Einzelnen sehr unterschiedlich bzw. von persönlichen Vorlieben gezeichnet sein. Hierfür gibt es vier allgemeingültige Grundpfeiler, die sehr hilfreich verdeutlichen, was eine Arbeit beinhalten sollte, damit sie langfristig glücklich machen kann.  
  • Relation
Meine Arbeit passt zu mir, meinen Fähigkeiten und Kompetenzen.
  • Nützlichkeit
Meine Arbeit hat einen positiven Effekt bzw. ist Bestandteil eines Prozesses, hilfreich für andere Menschen, erzeugt ein Ergebnis etc.
  • Beziehung
Meine Arbeit und mein Arbeitgeber geben mir ein Gefühl der Wertschätzung, ich fühle mich integriert und kann Verantwortung übernehmen.
  • Ausrichtung
Meine Arbeit ist Bestandteil von Unternehmenszielen, mit denen ich mich identifizieren kann und die ich für gut befinde bzw. die ich akzeptieren kann.
Sicherlich kann nicht jede Arbeit, zu jeder Zeit und immer alle vier Grundpfeiler gewährleisten, aber grundsätzlich sollte sich jeder Arbeitnehmer einmal fragen, wie viele dieser Aspekte bei der eigenen Beschäftigung abgedeckt werden. Dadurch ist es möglich eine Antwort auf die Frage zu erhalten, warum das derzeitige Beschäftigungsverhältnis entweder zufriedenstellend ist oder einem das Gefühl gibt, ständig erschöpft und ausgebrannt zu sein.  
Doch was tun, wenn der Sinn der Arbeit fehlt?
Bestimmte Ziel- und Wunschvorstellungen zur perfekten Arbeitsstelle hat wohl jeder, ob sich diese aber immer mit der Realität verbinden lassen, ist eine andere Sache und nicht jede Arbeit wirkt auf den ersten Blick als unglaublich sinnstiftend oder als großer Beitrag für die Gesellschaft. Aber erstens muss das auch nicht sein und zweitens kommt es auf die richtige Perspektive an. Man kann selbst einiges tun, um den Wert der eigenen Arbeit besser zu erkennen und den womöglich fehlenden Sinn wiederzufinden.  
  1. Es gibt keine unwichtige Arbeit
Auch wenn es Menschen gibt, die gern abwertend denken: Jeder Job leistet einen Beitrag zu einem größeren Zweck! Welchen Einfluss hat Ihre Arbeit möglicherweise indirekt auf andere Menschen oder Vorgänge?  
  1. Bedeutsame Momente erkennen
Keine Arbeit ist immer und zu jeder Zeit perfekt und befriedigend. Gerade in unangenehmen und stressvollen Zeiten sollte sich Ihr Blick auf die bedeutsamen Momente Ihrer Arbeit lenken.  
  1. Über das Weshalb nachdenken
Weswegn gehen Sie Ihrer Arbeit nach? Weshalb haben Sie sich für Ihren Berufsweg entschieden? Wenn Sie genauer wissen, was Sie antreibt, ist die Motivation gleich viel einfacher.  
  1. Lebensphasen akzeptieren
Der berufliche Weg ist stark von den persönlichen Lebensphasen geprägt. Es gibt gute und schlechte Phasen. Alle sind jedoch Erfahrungen, schenken Weiterentwicklung und bringen voran.  
  1. Arbeit richtig einordnen
Arbeit ist Sinngeber, Lebensunterhalt und Selbstverwirklichung, aber eben nicht alles. Denken Sie immer an das richtige Maß: Spiritualität, Familie, Gemeinschaft und Arbeit – das sollte das beste Rezept sein.  
Auf einem guten Weg
Tatsache ist, dass in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr Geld und Belohnung als Hauptaugenmerk eines guten Arbeitsverhältnisses gelten, sondern die persönliche Identifikation mit der Tätigkeit, das Streben nach Selbstverwirklichung und die Sinnhaftigkeit sind in den Vordergrund gerückt. Sicherlich keine leichte Zukunft für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, da dies viele Kompromisse von beiden Seiten beansprucht. Doch stimmt der Anspruch eines Angestellten an die Sinnhaftigkeit mit der Wirklichkeit, bezogen auf Zusammenarbeit und Wertschätzung, überein, gibt es weniger Fehlzeiten, weniger gesundheitliche Beschwerden und ein höheres präventives Gesundheitsverhalten. Wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter zusätzlich ziel- bzw. arbeitsgruppenspezifisch fördern, profitieren die Unternehmen dreifach: Verbundenheit zum Unternehmen, Interesse an der Arbeit und Stabilität der Gesundheit. Erfreulicherweise hat der Report der AOK belegen können, dass immerhin schon 50 Prozent der Befragten, diesen Zustand so positiv an ihrem Arbeitsplatz empfinden.  
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